Letzte Aktualisierung: 28.01.12  
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Bericht von den Deutschen Gehörlosen Ski-Meisterschaften in Ruhpolding vom 04.-07.02.2010 - (16.02.2010 - Autor: Jürgen Grundmann):

Deutsche Gehörlosen Skimeisterschaften 2010

Große Attraktion und weniger Teilnehmer. Die Mehrzahl des Nachwuchses ist für übermorgen das war das Zeichen der Meisterschaften.

Mehr Teilnahme wäre erwünscht gewesen, um die Veranstaltungskosten wie auch Streckenreservierung abzustimmen und decken zu können. Die Gehörlosen Bergfreunde München mit der Skischule von DGS-Verbandstrainer Christian Schnepf machten die Meisterschaftsorganisation.

Der erhoffte Teilnehmerrekord ist nicht eingetroffen, weil viele Betreuer keine Bereitschaft zeigen, unsere Arbeit zu unterstützen. Die Veranstaltung wurde professionell abgewickelt.

Mit großer Spannung zeigten Topsportler der Europacupteilnehmer ihr Können. Alle Kurse wurden vom DGS-Trainer Christian Schnepf perfekt gesteckt. Die jüngsten Teilnehmer waren ein 7-jähriges Mädchen "Lavina Becker", und ein 7-jähriger Bub "Balthaser Ricke".

Super-G
Unbekümmert raste die kleine Schülerin Beysun dem Sieg entgegen; den 2. Platz holte ihre Schwester Ela Beysun. Bei der weiblichen Jugendklasse setzte sich Antonia Ricke über die immer besser gewordene Miriam Scheit durch.

Männliche Schülerklassen bräuchten mehr Nachwuchs, während Michael Glatt in blendender Form zur Spitze vordrang. Jonathan Savkin war der zweitbeste beim Zieleinlauf, Terzian Ricke belegte den 3. Platz.

Langjährige Nationalläufer, die bei der viertbesten Europa-Cuprangliste für DGS 2009 lagen, zeigten eine aufsteigende Form. Sie fuhren mit guter Zeit ganz locker dem Ziel entgegen.

Das heiß umkämpfte Skitalent Simon Glatt, verbesserte sich immer mehr und will in die Allgemeinklasse, in der sich der weltbeste Skiläufer Matthias Becherer befindet. Er will seine Leistung vergleichen. Bei der männlichen Jugend wurde Michael Glatt Jugendmeister im Super-G. Mit dem 2. Platz konnte Alexander Müller zufrieden sein. Matthias Becherer erkämpfte sich mit perfekter Technik und Tagesbestzeit den Super-G-Meister. Bei den Herrensenioren blieb Bernd Weitgasser der Serienmeistertitel ungefährdet.


Slalom
Der Slalomwettbewerb wurde wegen der Wetterverhältnisse von Sonntag auf Samstag verlegt. Die Entscheidung ist gut verlaufen.

Die Teilnehmerzahlen sind etwas höher ausgefallen. Die weiblichen Schülerklassen sind stark besetzt. Jennifer Staudt fuhr in sehr ruhiger Manier und eroberte den 1. Platz, während ihre Schwester Sandra Staudt bei der weiblichen Juniorenklasse auch stark war und sich die 1. Stelle holte. Immer besser arbeitete sich Miriam Scheit vor. Mit besserer Körperhaltung hätte sie an die Spitze kommen können, nun belegte sie den 2. Platz.

Bei den Damen hatte Nadja Vonthein keine Konkurrenten. Britta Schnalzger fehlte am Start. Matthias Becherer stürzte sich in einen furiosen Lauf. Philipp Eisenmann holte sich nach seinem stabilen Lauf den Slalom-Meistertitel. Bei der männlichen Jugendklasse gab es einen packenden Zweikampf, bei dem Simon Glatt über Alexander Müller siegte.

Riesentorlauf
Am letzten Tag kam noch ein erfahrener Radsportsenior an den Start: Robert Mörtl vom GVA Traunstein. Besonders ist der Nachwuchs zu erwähnen. 15 Nachwuchs-Sportler wirbelten und hetzten hemmungslos durch die sehr schnelle Riesentorlaufstrecke.

Schülerin Jennifer Staudt fuhr am schnellsten durch die 29. Tore, die vom DGS-Trainer Christian Schnepf gesteckt wurden. Sie ist auf dem besten Weg zur Elite.

Immer besser wurde die Juniorin Antonia Ricke. Sie überholte ihre hartnäckige Rivalin Sandra Staudt, die 20 m vor dem Ziel schwer stürzte.

Bei den Herren erkämpfte sich Michael Glatt in der Schülerklasse den Sieg. Sein Bruder Simon Glatt steigerte seine starke Leistung und war bei der Jugendklasse am besten. Er näherte sich den Zeiten zum Erwachsenbereich.


Simon Glatt (GBF München) beim Riesenslalomlauf
(Foto: Bob Zahalka)

Matthias Becherer, 2-maliger Sieger beim Europacup der Nationen 2010, zeigte seinen Einsatz. Philipp Eisenmann versuchte seine Spitzenpositionen zu behaupten. Er wird sich vor den starken Schüler- und Jugendsportlern erheblich verteidigen müssen.


Matthias Becherer (GBF München), Dt. Gehörlosen-Meister beim Riesenslalom
(Foto: Bob Zahalka)


Deutsche Gehörlosen Slalommeister Philipp Eisenmann (Foto von Jürgen Grundmann)

Bernd Weitgasser, langjähriger Rennerfahrener, blieb bei seiner Leistung bei der Seniorenklasse konstant an der Spitze. Werner Locher und Robert Mörtl belegten auf die Plätze 2 und 3.

Den gesamten Rennverlauf für den Skinachwuchs kontrollierte das DGS-Trainerteam Christian Schnepf und Michaela Kreitmair, die intensiv für höhere Aufgaben empfehlen sollen.

Die Grundlage des Skiwettsports sind vor allem die Skiabteilungsleiter der Vereine, die gute Betreuerarbeit leisten müssen. Gute Nachwuchssportler müssen vom Trainerteam persönlich unter diesem Aspekt gesehen werden, um an den L-Kader-Lehrgänge teilzunehmen zu können. DGS-Präsident Karl-Werner Broska und Verbandsfachwart Jürgen Grundmann sind interessiert, die Sportförderung sportlich und finanziell einzuleiten.

DGS-Verbandstrainer Christian Schnepf wird einen Trainingsplan ausarbeiten, ähnlich wie das vom Verbandsfachwart Jürgen Grundmann aufgestellte Trainingskonzept alpin.

Der Festabend fand im Kurhaus mit Buffet statt. Es war ein sehr fröhliches Fest, sodass Sportler, Betreuer und Gäste enger zusammenkommen konnten. Der Bürgermeister von Ruhpolding war anwesend. Der GBF München als Ausrichter und die DGS-Wintersportsparte wurden aufgerufen, die Wintersportbegeisterung weiter auszubreiten. Verbandsfachwart Jürgen Grundmann ist sich bewusst, dass alle Technischen Leiter der einzelnen Sportarten voll und ganz nach dem Beschluss des Spartentages sich selbstständig zu verantworten und zu organisieren haben.


Jan Berger (GSV Freiburg) beim Riesenslalom-Lauf
(Foto: Bob Zahalka; die weiteren stammen von Jürgen Grundmann)


Nochmals Simon Glatt (GBF München) bei der vorbildlicher Körperhaltung (beim Riesenslalom-Lauf)


Immer noch Alt-Supersportler Bernd Weitgasser, Nadja Vonthein und Werner Locher (von links nach rechts)


Die DGS-Nationalläufer waren auch am Start dabei.


Das DGS-Trainerteam Christian Schnepf und Michaela Kreitmair - sie sichteten die Nachwuchsläufer genau


Am Ziel


Mehrfache Schülermeisterin Jennifer Staudt (GBF München)


Superstar Matthias Becherer (GBF München) in voller Energie


Auch bei den DGS-Skimeisterschaften gab es Stürze, aber nicht so schwer wie bei den Winter-Olympiaspielen in Vancouver.


Franz Eberherr (GSV München) - Bronzemedaillengewinner bei den Winter-Weltspielen der Gehörlosen im Jahre 1959 in der Schweiz als ernsthafter Zuschauer


Michael Glatt (GBF München) als größtes Talent des DGS - 3-facher Schüler-Meistertitel


Miriam Scheit (GSV Rottenburg/Neckar) - eine hoffnungsvolle Nachwuchsläuferin


Bob Zahalka mit Sven Palta (GBF München)


Antonia Ricke (GBF München) beim Super-G


Nadja Vonthein (GBF München) beim Super-G


Max Pähler (GBF München) beim Riesentorlauf


Robert Mörtl (GSA Traunstein) fuhr glänzend


DGS-Fahne


Bei der Siegerehrung mit Medaillen und Urkunden. Die Schüler waren ganz stolz darauf.


Simon Glatt (GBF München) in voller Einsatz


Preisverteilung - die jüngsten Sportler


Miriam Scheit (GSV Rottenburg/Neckar) fuhr immer besser; für sie besteht die Chance auf den L-Kader


Lavina Becker, jüngste Teilnehmerin


Matthias Becherer beim Super-G-Lauf

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