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Bericht
von den Deutschen Gehörlosen Ski-Meisterschaften in Ruhpolding vom
04.-07.02.2010 - (16.02.2010 - Autor: Jürgen Grundmann):
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Deutsche Gehörlosen
Skimeisterschaften 2010
Große Attraktion und weniger Teilnehmer. Die Mehrzahl des Nachwuchses
ist für übermorgen das war das Zeichen der Meisterschaften.
Mehr Teilnahme wäre erwünscht
gewesen, um die Veranstaltungskosten wie auch Streckenreservierung abzustimmen
und decken zu können. Die Gehörlosen Bergfreunde München mit
der Skischule von DGS-Verbandstrainer Christian Schnepf machten die Meisterschaftsorganisation.
Der erhoffte Teilnehmerrekord ist
nicht eingetroffen, weil viele Betreuer keine Bereitschaft zeigen, unsere Arbeit
zu unterstützen. Die Veranstaltung wurde professionell abgewickelt.
Mit großer Spannung zeigten
Topsportler der Europacupteilnehmer ihr Können. Alle Kurse wurden vom DGS-Trainer
Christian Schnepf perfekt gesteckt. Die jüngsten Teilnehmer waren ein 7-jähriges
Mädchen "Lavina Becker", und ein 7-jähriger Bub "Balthaser
Ricke".
Super-G
Unbekümmert raste die kleine Schülerin Beysun dem Sieg entgegen; den
2. Platz holte ihre Schwester Ela Beysun. Bei der weiblichen Jugendklasse setzte
sich Antonia Ricke über die immer besser gewordene Miriam Scheit durch.
Männliche Schülerklassen
bräuchten mehr Nachwuchs, während Michael Glatt in blendender Form
zur Spitze vordrang. Jonathan Savkin war der zweitbeste beim Zieleinlauf, Terzian
Ricke belegte den 3. Platz.
Langjährige Nationalläufer,
die bei der viertbesten Europa-Cuprangliste für DGS 2009 lagen, zeigten
eine aufsteigende Form. Sie fuhren mit guter Zeit ganz locker dem Ziel entgegen.
Das heiß umkämpfte Skitalent
Simon Glatt, verbesserte sich immer mehr und will in die Allgemeinklasse, in
der sich der weltbeste Skiläufer Matthias Becherer befindet. Er will seine
Leistung vergleichen. Bei der männlichen Jugend wurde Michael Glatt Jugendmeister
im Super-G. Mit dem 2. Platz konnte Alexander Müller zufrieden sein. Matthias
Becherer erkämpfte sich mit perfekter Technik und Tagesbestzeit den Super-G-Meister.
Bei den Herrensenioren blieb Bernd Weitgasser der Serienmeistertitel ungefährdet.
Slalom
Der Slalomwettbewerb wurde wegen der Wetterverhältnisse von Sonntag auf
Samstag verlegt. Die Entscheidung ist gut verlaufen.
Die Teilnehmerzahlen sind etwas höher
ausgefallen. Die weiblichen Schülerklassen sind stark besetzt. Jennifer
Staudt fuhr in sehr ruhiger Manier und eroberte den 1. Platz, während ihre
Schwester Sandra Staudt bei der weiblichen Juniorenklasse auch stark war und
sich die 1. Stelle holte. Immer besser arbeitete sich Miriam Scheit vor. Mit
besserer Körperhaltung hätte sie an die Spitze kommen können,
nun belegte sie den 2. Platz.
Bei den Damen hatte Nadja Vonthein
keine Konkurrenten. Britta Schnalzger fehlte am Start. Matthias Becherer stürzte
sich in einen furiosen Lauf. Philipp Eisenmann holte sich nach seinem stabilen
Lauf den Slalom-Meistertitel. Bei der männlichen Jugendklasse gab es einen
packenden Zweikampf, bei dem Simon Glatt über Alexander Müller siegte.
Riesentorlauf
Am letzten Tag kam noch ein erfahrener Radsportsenior an den Start: Robert Mörtl
vom GVA Traunstein. Besonders ist der Nachwuchs zu erwähnen. 15 Nachwuchs-Sportler
wirbelten und hetzten hemmungslos durch die sehr schnelle Riesentorlaufstrecke.
Schülerin Jennifer Staudt fuhr
am schnellsten durch die 29. Tore, die vom DGS-Trainer Christian Schnepf gesteckt
wurden. Sie ist auf dem besten Weg zur Elite.
Immer besser wurde die Juniorin Antonia
Ricke. Sie überholte ihre hartnäckige Rivalin Sandra Staudt, die 20
m vor dem Ziel schwer stürzte.
Bei den Herren erkämpfte sich
Michael Glatt in der Schülerklasse den Sieg. Sein Bruder Simon Glatt steigerte
seine starke Leistung und war bei der Jugendklasse am besten. Er näherte
sich den Zeiten zum Erwachsenbereich.

Simon Glatt (GBF München) beim
Riesenslalomlauf
(Foto: Bob Zahalka)
Matthias Becherer, 2-maliger Sieger
beim Europacup der Nationen 2010, zeigte seinen Einsatz. Philipp Eisenmann versuchte
seine Spitzenpositionen zu behaupten. Er wird sich vor den starken Schüler-
und Jugendsportlern erheblich verteidigen müssen.

Matthias Becherer (GBF München),
Dt. Gehörlosen-Meister beim Riesenslalom
(Foto: Bob Zahalka)

Deutsche Gehörlosen Slalommeister
Philipp Eisenmann (Foto von Jürgen Grundmann)
Bernd Weitgasser, langjähriger
Rennerfahrener, blieb bei seiner Leistung bei der Seniorenklasse konstant an
der Spitze. Werner Locher und Robert Mörtl belegten auf die Plätze
2 und 3.
Den gesamten Rennverlauf für
den Skinachwuchs kontrollierte das DGS-Trainerteam Christian Schnepf und Michaela
Kreitmair, die intensiv für höhere Aufgaben empfehlen sollen.
Die Grundlage des Skiwettsports sind
vor allem die Skiabteilungsleiter der Vereine, die gute Betreuerarbeit leisten
müssen. Gute Nachwuchssportler müssen vom Trainerteam persönlich
unter diesem Aspekt gesehen werden, um an den L-Kader-Lehrgänge teilzunehmen
zu können. DGS-Präsident Karl-Werner Broska und Verbandsfachwart Jürgen
Grundmann sind interessiert, die Sportförderung sportlich und finanziell
einzuleiten.
DGS-Verbandstrainer Christian Schnepf
wird einen Trainingsplan ausarbeiten, ähnlich wie das vom Verbandsfachwart
Jürgen Grundmann aufgestellte Trainingskonzept alpin.
Der Festabend fand im Kurhaus mit
Buffet statt. Es war ein sehr fröhliches Fest, sodass Sportler, Betreuer
und Gäste enger zusammenkommen konnten. Der Bürgermeister von Ruhpolding
war anwesend. Der GBF München als Ausrichter und die DGS-Wintersportsparte
wurden aufgerufen, die Wintersportbegeisterung weiter auszubreiten. Verbandsfachwart
Jürgen Grundmann ist sich bewusst, dass alle Technischen Leiter der einzelnen
Sportarten voll und ganz nach dem Beschluss des Spartentages sich selbstständig
zu verantworten und zu organisieren haben.

Jan Berger (GSV Freiburg) beim Riesenslalom-Lauf
(Foto: Bob Zahalka; die weiteren stammen von Jürgen Grundmann)

Nochmals Simon Glatt (GBF München)
bei der vorbildlicher Körperhaltung (beim Riesenslalom-Lauf)

Immer noch Alt-Supersportler Bernd
Weitgasser, Nadja Vonthein und Werner Locher (von links nach rechts)

Die DGS-Nationalläufer waren
auch am Start dabei.

Das DGS-Trainerteam Christian Schnepf
und Michaela Kreitmair - sie sichteten die Nachwuchsläufer genau

Am Ziel

Mehrfache Schülermeisterin Jennifer
Staudt (GBF München)

Superstar Matthias Becherer (GBF München)
in voller Energie

Auch bei den DGS-Skimeisterschaften
gab es Stürze, aber nicht so schwer wie bei den Winter-Olympiaspielen in
Vancouver.

Franz Eberherr (GSV München)
- Bronzemedaillengewinner bei den Winter-Weltspielen der Gehörlosen im
Jahre 1959 in der Schweiz als ernsthafter Zuschauer

Michael Glatt (GBF München) als
größtes Talent des DGS - 3-facher Schüler-Meistertitel

Miriam Scheit (GSV Rottenburg/Neckar)
- eine hoffnungsvolle Nachwuchsläuferin
Bob Zahalka mit Sven Palta (GBF München)

Antonia Ricke (GBF München) beim
Super-G

Nadja Vonthein (GBF München)
beim Super-G

Max Pähler (GBF München)
beim Riesentorlauf

Robert Mörtl (GSA Traunstein)
fuhr glänzend

DGS-Fahne

Bei der Siegerehrung mit Medaillen
und Urkunden. Die Schüler waren ganz stolz darauf.

Simon Glatt (GBF München) in
voller Einsatz

Preisverteilung - die jüngsten
Sportler

Miriam Scheit (GSV Rottenburg/Neckar)
fuhr immer besser; für sie besteht die Chance auf den L-Kader

Lavina Becker, jüngste Teilnehmerin

Matthias Becherer beim Super-G-Lauf
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